Mikrobiom Tag

Die Schweizer Lebensmittelpyramide erfindet sich mit Nachhaltigkeit und Gesundheit neu.

Das Jahr 2024 bringt eine bedeutende Aktualisierung der Schweizer Ernährungsempfehlungen durch das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (USAV) in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SSN) mit sich, d.h. eine neue, erstmals seit 2011 modifizierte Lebensmittelpyramide, die nun auch wichtige Nachhaltigkeitsprinzipien sowie Empfehlungen für eine gesunde, ausgewogene Ernährung enthält.

Diese Aktualisierung beruht in erster Linie auf einem wachsenden Bewusstsein für die Auswirkungen unserer Ernährungsgewohnheiten, nicht nur auf die persönliche Gesundheit, sondern auch auf die Umwelt. Die wichtigste Neuerung ist die stärkere Verwendung von pflanzlichen Proteinen (die definitiv nachhaltiger sind), die Verringerung der Verwendung von Lebensmitteln tierischen Ursprungs und die Förderung des Verzehrs von frischen und lokalen Produkten.

Durch die Bevorzugung saisonaler und regionaler Produkte wird der mit dem Transport und der Lagerung von Lebensmitteln verbundene Kohlenstoff-Fußabdruck verringert. Laut einer in The Lancet veröffentlichten Studie verbessert eine überwiegend pflanzliche Ernährung nicht nur die Gesundheit, indem sie das Risiko chronischer Krankheiten verringert, sondern kann auch die Umweltbelastung erheblich reduzieren.

Die Universität Oxford weist außerdem darauf hin, dass die Herstellung von Fleisch- und Milchprodukten maßgeblich zu den Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft beiträgt, so dass die Entscheidung für pflanzliche Lebensmittel sicherlich ein verantwortungsvoller Akt gegenüber unserem Planeten ist.

Im Mittelpunkt der neuen Empfehlungen steht die Förderung einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung, wie die Aufforderung zum Verzehr von 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag zeigt, eine Praxis, die durch zahlreiche wissenschaftliche Studien gestützt wird, die einen höheren Verzehr dieser Lebensmittel mit einem geringeren Risiko der Entwicklung chronischer Krankheiten wie Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung bringen. Man denke nur daran, dass die Harvard-Universität in einem ihrer Forschungsprojekte zur öffentlichen Gesundheit gezeigt hat, dass eine obst- und gemüsereiche Ernährung das Risiko einer vorzeitigen Sterblichkeit um bis zu 12 % senken kann.

Der wichtigste Aspekt, der in den neuen Empfehlungen hervorgehoben wird, ist jedoch das Konzept der „Allmählichkeit“, d. h. es wird betont, dass man seine Ernährung nicht von einem Tag auf den anderen völlig umstellen muss, sondern dass auch kleine Veränderungen einen großen Unterschied machen können, vor allem auf lange Sicht. Die Einführung von Mahlzeiten auf der Basis von Hülsenfrüchten, das Ersetzen von raffiniertem Getreide durch Vollkornprodukte und das Achten auf den Verzehr von ungesüßten Lebensmitteln sind beispielsweise bereits große Schritte zur Verbesserung unserer täglichen Ernährung.

Wenn wir täglich Fleisch verzehren, sollten wir versuchen, den Fleischkonsum auf einmal pro Woche zu reduzieren und die anderen Mahlzeiten durch Hülsenfrüchte, Tofu, Seitan oder Quinoa zu ersetzen: So können wir auch unsere Darmgesundheit verbessern und das Risiko für chronische Krankheiten verringern.

Der Verzehr von Trockenfrüchten und Ölsaaten wird ebenfalls gefördert, nicht nur wegen der Proteinzufuhr, sondern auch wegen ihres Gehalts an wertvollen gesunden Fettsäuren mit kardioprotektiver und entzündungshemmender Wirkung, sowie die Verwendung von Vollkorngetreide wie Dinkel, Hafer und Reis, die mehr Nährstoffe enthalten als raffinierte Varianten und einen größeren gesundheitlichen Nutzen bieten, da sie reich an Ballaststoffen, B-Vitaminen und Mineralien sind, die für das allgemeine Wohlbefinden unerlässlich sind.

Wir versuchen, unseren Konsum von zugesetztem Zucker zu reduzieren: Softdrinks, abgepackte Süßigkeiten und Snacks sollten auf ein Minimum reduziert werden. Dies kann sowohl bei der Gewichtskontrolle als auch bei der Vorbeugung von Krankheiten wie Typ-2-Diabetes einen großen Unterschied ausmachen. Stattdessen können griechischer Joghurt, frisches Obst oder selbstgemachte Trockenfruchtriegel eine gute, schmackhafte und nahrhafte Lösung sein.

Auch bei gesunder Ernährung achten wir auf die Portionen, nehmen uns Zeit, die Mahlzeit zu genießen und lernen, die Zeichen der Sättigung zu erkennen.

Ein weiteres wichtiges Konzept in den neuen Leitlinien betrifft die körperliche Aktivität, die mit der Empfehlung von mindestens 30 Minuten Bewegung pro Tag gefördert wird, um eine optimale Gesundheit zu erhalten und nicht übertragbare Krankheiten wie Fettleibigkeit zu verhindern. Außerdem steht körperliche Aktivität in engem Zusammenhang mit der Gesundheit des Stoffwechsels, wie verschiedene Studien, u. a. die der American Heart Association, zeigen, die belegen, dass regelmäßige Bewegung den Blutdruck senken und die Insulinempfindlichkeit verbessern kann.

Schließlich versuchen wir, den Kindern die Bedeutung einer gesunden und nachhaltigen Ernährung durch eine angemessene Ernährungserziehung nahe zu bringen, damit sie richtige Gewohnheiten entwickeln, die von Dauer sind. Wir versuchen, die Kinder in die Zubereitung der Mahlzeiten einzubeziehen und ihnen die Herkunft der Zutaten und die Vorteile einer ausgewogenen Ernährung zu erklären, damit sie in Zukunft bewusste Entscheidungen treffen können. Zahlreiche Studien, wie die im Journal of School Health veröffentlichte, haben in der Tat gezeigt, dass die Ernährungserziehung in Schulen ein wirksames Instrument zur Verringerung des Risikos von Fettleibigkeit bei Kindern sein kann.

Denken Sie immer daran: kleine Schritte für große Veränderungen!

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat und Sie ein Programm zur Ernährungsumstellung beginnen möchten, das sowohl auf Wohlbefinden als auch auf langfristige Vorbeugung abzielt, können Sie eine Beratung bei mir im Studio (ich empfange in Pontresina, Lugano und Zürich) oder online buchen, indem Sie einfach auf diesen Link klicken.  Ich freue mich darauf, Sie auf dieser schönen Reise zu begleiten!



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TRYPTOPHAN: DER GEHEIME VERBÜNDETE FÜR EINEN RUHIGEN UND ERHOLSAMEN SCHLAF

Wie wichtig ist guter Schlaf für eine gute Gesundheit? Nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität des Schlafs ist wichtig: Erwachsene brauchen mindestens 7 Stunden pro Tag, um ausgeruht und gut gelaunt aufzuwachen und den Tag in Angriff zu nehmen. (mehr …)



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Typ-2-Diabetes: Wie die richtige Ernährung einen Unterschied machen kann!

Wir hören oft von Typ-II-Diabetes, aber was ist das eigentlich? Es handelt sich um eine chronische, multifaktorielle Erkrankung, die durch eine Kombination aus Insulinresistenz und einer gestörten Sekretion dieses Hormons durch die Betazellen der Bauchspeicheldrüse gekennzeichnet ist, was zu einem hohen Blutzuckerspiegel führt (ein Zustand, der „Hyperglykämie“ genannt wird).

Aber was macht Insulin?

Nachdem es von der Bauchspeicheldrüse produziert wurde, sorgt es dafür, dass Glukose in die Körperzellen gelangt, wo sie als Energiequelle genutzt wird.

Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin produziert oder die Zielorgane (Muskeln, Leber, Fettgewebe) nicht ausreichend auf das Hormon reagieren, kann die Glukose nicht als Energie genutzt werden und verbleibt im Blut, wobei die Konzentration immer weiter ansteigt und zu Schäden an verschiedenen Organen wie den Augen (diabetische Retinopathie), den Nieren (Nephropathie), dem Herzen (Koronaropathie) oder den Gliedmassen mit Taubheit, Kribbeln oder dem diabetischen Fuss führen kann.

In manchen Fällen kann auch das metabolische Syndrom auftreten, ein Zustand, der mit Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen einhergeht.

Wusstest du, dass in der westlichen Welt etwa 3% der Bevölkerung davon betroffen sind? In der Regel manifestiert es sich im Erwachsenenalter, aber die Fälle im Jugendalter nehmen stark zu, auch weil es oft als asymptomatisch fehldiagnostiziert wird.

Neben der genetischen Veranlagung sind die Hauptursachen ein ungesunder Lebensstil und Übergewicht, das durch eine unausgewogene, an Einfachzucker und Fetten reiche Ernährung, übermässigen Alkoholkonsum und Bewegungsmangel bedingt ist.

Wenn der Blutzuckerspiegel ansteigt, treten Symptome auf wie:

  • übermässiger Durst und Hunger
  • häufiger Harndrang,
  • Verlust von Zucker im Urin,
  • verschwommenes Sehen,
  • übermässige Müdigkeit,
  • Genital- und Harnwegsinfektionen (z. B. Blasenentzündung).

 

Wie wird Typ-2-Diabetes behandelt?

Die Grundlage der Therapie betrifft die Ernährung: Eine gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung spielt eine grundlegende Rolle: Besonderes Augenmerk muss auf die Aufnahme von einfachen Kohlenhydraten gelegt werden, da die Patienten diese nicht richtig verstoffwechseln können.

Die Ernährung sollte daher den Blutzuckerspiegel berücksichtigen und auf eine Gewichtsabnahme (oder die Beibehaltung eines gesunden Gewichts) abzielen, um das Risiko der Entwicklung von Arteriosklerose und kardiovaskulären Komplikationen zu verringern.

Wir verzichten daher auf Lebensmittel wie Obst in Sirup oder kandierte Früchte, zuckerhaltige Getränke, abgepackte Fruchtsäfte und Backwaren aus 00-Mehl. Stattdessen entscheiden wir uns für Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Quinoa (alles ballaststoffreiche Lebensmittel, die dazu beitragen, den Blutzuckerspitzenwert zu senken und unsere Darmgesundheit zu fördern).

Wir kochen immer mit nativem Olivenöl extra (bei geringer Hitze), vermeiden Butter, Schmalz oder Sahne und bevorzugen gesundes Kochen wie Dämpfen oder Kochen (statt Braten oder Grillen).

Wähle Obst und Gemüse der Saison, variiere die Farben, die du auf den Tisch bringst (damit du verschiedene Antioxidantien und Mineralien aufnimmst) und denke an fetten Fisch, eine wertvolle Quelle für Omega-3-Fettsäuren mit kardio-protektiver Wirkung.

Ein weiterer grundlegender Punkt, den es zu beachten gilt, ist die körperliche Betätigung: Plane mindestens 30 Minuten Gehen am Tag ein, kombiniert mit zwei oder mehr Trainingseinheiten, die mit deiner körperlichen Verfassung vereinbar sind (in dieser Hinsicht empfehle ich, immer die Hilfe eines fachkundigen Trainers in Anspruch zu nehmen, um einen gezielten Trainingsplan zu erstellen, der uns ohne Verletzungsrisiko zum Ziel führt).

Bewegung hilft unserem Körper auch in vielerlei anderer Hinsicht: Sie verbessert die Insulinsensitivität, hilft, den Triglycerid-Spiegel zu senken, senkt das „schlechte“ Cholesterin zugunsten des „guten“ Cholesterins, hilft, den Blutdruck unter Kontrolle zu halten und trägt durch den Abbau von Stress zur Verbesserung unserer Stimmung bei.

Wenn du vorbeugende Massnahmen ergreifen möchtest oder wenn du an Typ-2-Diabetes leidest und deine Lebensqualität verbessern willst, kannst du ein erstes Beratungsgespräch mit mir in der Praxis (ich empfange in der Schweiz, in meinen Büros in Pontresina, Poschiavo, Lugano und  Zürich) oder online vereinbaren, indem du auf diesen Link klickst.

Ich warte auf dich!



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Wenn Sie mir in den sozialen Medien oder hier auf der Website folgen, wissen Sie, wie sehr ich eine ballaststoffreiche Ernährung empfehle, weil sie unserem Körper so viele Vorteile bringt, aber heute habe ich beschlossen, in einem Artikel die wichtigsten Gründe zusammenzufassen, warum unsere Ernährung reich an Ballaststoffen sein sollte. (mehr …)



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